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Meldung vom 14.02.19
Quelle: https://ncoh.nl/news/


Q-Fieber Mortalität des niederländischen Ausbruchs von 2007-2010 nach oben auf 95 Todesfälle korrigiert

Während des Q-Fieber Ausbruchs von 2007-2010 in den Niederlanden infizierte sich eine beispiellos hohe Zahl an Menschen mit dem Q-Fieber verursachenden Bakterium Coxiella burnetii. (Anmerkung: Neben den über 4.000 diagnostizierten Fällen wird von einer Dunkelziffer ausgegangen, die bis zum 10- fachen darüber liegen könnte – s. Kampschreur et al. Epidemiol. Infect. 2013).
Einige dieser Patienten entwickelten chronisches Q-Fieber, bei dem Gefäßwände und Herzklappen infiziert werden. Bei etwa der Hälfte dieser Patienten zeigten sich Komplikationen wie Herzversagen oder eine Aortenruptur. Die Prognose ist häufig ungünstig. Von allen Patienten, die an Q-Fieber verstorben waren, starben 55% innerhalb eines Jahres nach der Diagnosestellung.
Seit 2010 werden die Patientendaten aus 45 Krankenhäusern von allen Patienten mit chronischem Q-Fieber in der Nationalen Chronischen Q-Fieber Datenbank, einer Zusammenarbeit zwischen dem University Medical Center (UMC) Utrecht, dem Radboud University Medical Center in Nijmegen und dem Jeroen Bosch Hospital in ‘s Hertogenbosch, gesammelt.
2016 enthielt diese Datenbank Daten von 439 Patienten, die zeigten, dass wohl seit dem Ausbruch 65 dieser Patienten aufgrund der Auswirkungen von chronischem Q-Fieber verstorben waren. Mit den 9 aufgrund von akutem Q-Fieber verstorbenen Patienten ergab sich 2016 eine Q-Fieber Mortalität von 74 Patienten. 2018 wurden die Daten aktualisiert, so dass derzeit 519 Patienten mit chronischem Q-Fieber registriert sind. Dieser Anstieg lässt sich fast gänzlich auf Patienten zurückführen, bei denen nach 2016 chronisches Q-Fieber diagnostiziert wurde. Bis 2018 wurden 86 Patienten registriert, die an den Folgen von Q-Fieber verstarben - also 21 mehr als 2016. Das bedeutet, dass die Gesamtzahl der infolge von chronischem und akutem Q-Fieber verstorbenen Patienten bis 2018 auf 95 angestiegen ist.
(Inhalt übersetzt und gekürzt wiedergegeben)


©Tolonews

Meldung vom 24.01.19
Quelle: www.tolonews.com

Bei mindestens 90 Angehörigen der britischen Streitkräfte wurde nach ihrem Einsatz (2008 – 2014) in Helmand, Afghanistan Q-Fieber diagnostiziert und bestätigt. Laut dem britischen militärischen Informations- und Nachrichtendienst, Forces Network, berichtete ein auf dem Gebiet der Infektionskrankheiten und Tropenmedizin tätiger Gutachter im Rahmen eines Gerichtsverfahrens, das ein betroffener britischer Soldat gegen das britische Verteidigungsministerium angestrengt hatte, dem zentralen Landgericht in London am [Di 22 Jan 2019], dass 90 bestätigte Q-Fieberfälle bei britischen Soldaten, die in Helmand, Afghanistan im Einsatz waren, registriert wurden. (Übersetzt aus: ProMED Digest, Vol 79, Issue 77 Q – AFG)