Teilprojekt 3

Erstellen eines Modells zur Aufnahme und Verteilung des Krankheitserregers von Q-Fieber Coxiella burnetii in den Organen von Zecken und mögliche Auswirkungen auf dessen Virulenz

Dorsale und ventrale Ansicht einer weiblichen Zecke der Spezies Ixodes ricinus
[Foto: Lidia Chitimia-Dobler, Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr]

KURZBESCHREIBUNG TEILPROJEKT 3

Das Teilvorhaben untersucht die Rolle der Zecken als Vektoren für die Übertragung von Q-Fieber. Insgesamt soll mit diesen Untersuchungen geklärt werden, inwieweit der in der Literatur postulierte „sylvatische Kreislauf“ für die Epidemiologie des Q-Fiebers eine Rolle spielt. Zur Ermittlung der Vektorkompetenz von Zecken soll ein artifizielles Fütterungsmodel entwickelt und mittels Coxiella-Isolaten unterschiedlicher Herkunft getestet werden. Des Weiteren beschäftigt sich das Teilvorhaben mit Isolat-spezifischen Unterschieden in der Pathogenität und Virulenz. Als Ergebnis sollen Isolat-spezifische Virulenzeigenschaften mittels Proteomanalysen und durch Korrelation mit den Daten aus den Genomanalysen ermittelt werden. Weiterhin sollen bakterielle Marker identifiziert werden, die zur Unterscheidung von zirkulierenden Isolaten beitragen und eine Detektion von besonders virulenten Isolaten ermöglichen können. Beides soll die Implementation von geeigneten Gegenmaßnahmen unterstützen.